Hohe Kosten für Kontoüberziehung vermeinden

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Ein Dispokredit ist bequem - aber teuer. Denn die Zinsen für die Kontoüberziehung sind hoch. Wer unerwartet Geld braucht kann günstigere Lösungen finden. Der Dispokredit sollte nur für sehr kurzfristigen Geldbedarf genutzt werden. 

Banken müssen die Dispozinsen transparent für den Kunden darstellen. Banken sind gesetzlich verpflichtet, Kunden zu beraten, wenn diese dauerhaft das Konto überziehen - über Konsequenzen, Hilfsangebote und Alternativen. Konkret geht es dabei etwa um Verbraucher, die mehr als sechs Monate lang durchschnittlich mehr als 75 Prozent des eingeräumten Dispos nutzen.

Wer sich Geld leihen will oder muss, findet günstigere Alternativen. Ein Überblick:

  • Ratenkredit: Er eignet sich, wenn man eine bestimmte Summe braucht, die man monatlich in festen Raten zurückzahlen kann. Je kürzer die Laufzeit, desto niedriger sind meist die Zinsen. Dabei sollten Verbraucher nicht zu knapp kalkulieren und Raten so bemessen, das sie wirklich ins Monats-Beudget passen. Beim Ratenkredit ist eine gute Bonität wichtig. Sonst verlangen Banken einen Risikoaufschlag. 
  • Abruf- oder Rahmen-Kredit: Mehr Spielraum haben Verbraucher mit einem Rahmenkredit. Verbraucher können innerhalb eines vorgegebenen Rahmens Beträge beliebig abrufen. Im Gegensatz zum Ratenkredit gibt es keinen vorgegebenen Tilgungsplan. Meist muss man monatlich nur einen kleinen Mindestbetrag zurückzahlen. Mit etwas Disziplin kann man den Kredit allerdings auch sehr schnell tilgen.
  • Kreditkarte: Müssen Verbraucher kurzfristig größere Ausgaben tätigen, können sie die per Kreditkarte zahlen. Der Vorteil: Der Kaufpreis wird häufig erst nach ein paar Wochen abgebucht. Der Kunde zahlt keine Zinsen, wenn er die Kreditkartenrechnung dann sofort in einer Summe begleicht. Doch Vorsicht: Nicht den Überblick über die Ausgaben verlieren. Gefährlich sind Kreditkartenmodelle, bei denen die Rechnung nur mit Teilbeträgen beglichen wird und nicht in einer Summe. Denn für den verbleibenden Teil werden dann hohe Zinsen fällig.
  • Auto-Kredit: Ein Fahrzeug kann man über einen Auto-Kredit finanzieren. In der Regel sind die Zinsen dafür etwas günstiger. Der Grund: Die Bank bekommt vom Kunden einen Gegenwert als Sicherheit. Denn sollte dieser seinen Kredit nicht zurückzahlen können, wird der Wagen gepfändet. Bevor Verbraucher einen Vertrag beim Händler unterschreiben, sollten sie zusätzlich Angebote der Banken einholen. Manchmal ist es günstiger einen etwas teureren Bankkredit aufzunehmen und den Wagen dann gleich bar zu bezahlen.
  • Peer-to-Peer-Kredite: Online-Plattformen wie Auxmoney, Lendico oder Smava vermitteln Kredite. Häufig verleihen dort Privatpersonen das Geld. Viele Anbieter prüfen mittlerweile die Bonität der Kreditnehmer. Verbrauchern sollte klar sein: Die Regeln sind auch dort knallhart – wer in Zahlungsverzug kommt, kann Ärger mit einem Inkassounternehmen bekommen.

Wichtig zu wissen: Die Höhe der Dispozinsen sollte nicht das einzige Auswahlkriterium bei der Suche nach einem geeigneten Konto sein. Der Dispo ist nur ein Bestandteil bei dem Gesamtprodukt Girokonto. Auch Verbraucherschützer betonen: Kriterien wie der Service, die Möglichkeit, leicht Bargeld am Automaten zu holen, die Option, kostenlos ins Ausland zu überweisen oder kostenlose eine Kreditkarte zu nutzen, können ebenfalls wichtig sein.