Smartphone als Alternative zum Girokonto?

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Der Begriff "Fintech" setzt sich aus den Worten Finanzen und Technologie. Fintech möchte Finanzdienstleistungen fit für die Zukunft machen – mit digitalen Prozessen, Online-Plattformen und Apps. Möglich ist dabei von der Überweisung bis zur kompletten Anlageberatung fast alles - je nach App und Anbieter komplett auf dem Smartphone.

Cringle und Lendstar erlauben, Geld unkompliziert an Freunde zu überweisen. Number26 bringt gleich ein ganzes Girokonto aufs Smartphone. Die Revolution ist das allein noch nicht – reguläres Online-Banking ist auf dem Handy schließlich schon seit Jahren möglich. 

Durch die neuen Anbieter gibt es mehr Wettbewerb, auch im Bereich der Anbieter von Zahlungsdiensten. Da besteht dann schon Hoffnung, dass das für den Verbraucher zu besseren Preisen und Leistungen führt. Doch ist die neue Bequemlichkeit im Alltag wirklich sinnvoll: Wer die eine Zahlungsapp mit seinem Adressbuch zusammenleg, kann Freunden leichter Geld schicken - aber wie oft braucht man das wirklich?

Solche Zweifel mögen ein Grund für die bisher gemischte Reaktion der Kunden auf die neuen Angebote sein. Andere Länder seien da teilweise weiter – zum Beispiel wenn es darum geht, im Einzelhandel per Smartphone zu bezahlen: Während das Mobile Payment in Teilen Asiens und Skandinaviens schon sehr populär ist, steckt es in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Eine weitere mögliche Ursache der Zurückhaltung: Datenschutzbedenken. Denn wenn es ums Geld geht, wird vermutlich auch dem letzten Smartphone-Nutzer klar, wie sensibel die gespeicherten und verschickten Daten sind. 

Wer sich für einen Fintech-Anbieter interessiert, sollte sich also vorher in Ruhe auf dessen Webseite oder in der App umschauen. Gibt es hier verständliche und einleuchtende Erklärungen rund um Datenschutz und –sicherheit, ist das ein gutes Zeichen. Bei der Gelegenheit lohnt es sich auch gleich, Geschäftsbedingungen und Preise genau zu prüfen – wie bei jedem anderen Konto, jedem Anlageprodukt oder jeder anderen Finanzdienstleistung auch.

Und natürlich muss ein Mobiltelefon, das zur Bank wird, auch gut geschützt sein. Ein Virenscanner ist zumindest bei Android-Smartphones Pflicht, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Betriebssystem und Apps sollten immer auf dem neuesten Stand sein, denn oft schließen die Updates neu entdeckte Sicherheitslücken. Und in einem öffentlichen WLAN müssen Nutzer mit dem Übertragen sensibler Daten grundsätzlich sehr vorsichtig sein – das gilt dann natürlich auch für alles rund ums Geld.